Thermisch leitende Klebstoffe in Elektromotoren
 

Elektromotoren werden stetig kleiner und zusätzlich leistungsfähiger, womit auch die Herausforderung an die Verbindungstechnik steigt. Kleben bietet schon seit vielen Jahren eine Reihe von Vorteilen in der Herstellung von Elektromotoren, denn die etablierten Verbindungsmethoden wie mechanisches Klemmen oder das Bandagieren von Magneten kommen zunehmend an ihre Grenzen. So ist Kleben heutzutage die bevorzugte Fügetechnik für Welle-Nabe-Verbindungen. Ebenso für das Fügen von Magneten mit Rotor oder Gehäuse wird immer häufiger auf Klebstoffe zurückgegriffen, da sich durch eine Klebeverbindung fertigungsbedingte Toleranzen besser ausgleichen lassen. Dies wiederum gestattet möglichst geringe Luftspalte zwischen Magnet und Wicklung, die den Wirkungsgrad des Motors positiv beeinflussen. Zudem sinken Fertigungskosten, da Bauteiltoleranzen nicht zwangsläufig klein gewählt werden müssen. Klebstoffe zeichnen sich somit in der Elektromotorfertigung durch eine Reihe genereller Vorteile aus:

 

  • Spannungsausgleich durch homogene Spannungsverteilung
  • Reduzieren von Vibrationsgeräuschen (NVH)
  • Schutz empfindlicher Komponenten gegen Feuchtigkeit, Medien oder mechanischer Belastung 
  • Einfache Automatisierung


Thermisch leitfähige Vergussmassen erhöhen Lebensdauer 

Die Lebensdauer eines Elektromotors wird entscheidend durch die auftretende Wicklungstemperatur beeinflusst. Konstruktionsbedingt fällt der größte Teil der Verlustwärme in den Wicklungsköpfen des Stators an. Eine effektive Möglichkeit, diese entstehende Wärme abzuführen und damit die Wicklungstemperatur zu reduzieren, bieten thermisch leitfähige Vergussmassen. Hierbei kommen bevorzugt Epoxidharzsysteme zum Einsatz, die mittels Füllstoff so formuliert werden, dass sie einerseits eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen, andererseits aber fließfähig genug bleiben, um in die Spalte zwischen Wicklung und Gehäuse eindringen zu können. Unter Verwendung keramischer Füllstoffe ist nebenbei eine ausgezeichnete elektrische Isolierung gewährleistet. Dank der hervorragenden thermischen Beständigkeit dieser Systeme sind diese auch für hohe Isolierstoffklassen geeignet. 

Neben der Verbesserung thermischer Eigenschaften schützt eine Epoxidharz-Vergussmasse den empfindlichen Wicklungsdraht auch gleichzeitig gegenüber mechanischen Belastungen oder Vibrationen. Viele Motoren, insbesondere im Bereich Automotive, sind zudem einem hohen Einfluss an Feuchtigkeit oder aggressiven Medien wie Getriebeöl ausgesetzt. Hochvernetzte Systeme sind in der Lage, empfindliche Komponenten gegenüber diesen Medien dauerhaft abzudichten und gewährleisten damit eine lange Lebensdauer. 

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